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10 (1848) Titan : erster Band
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hinunter, um zu hören, wo jetzt die Stimme stehe. Der Altelächelte sanft, die Stimme sprach wieder über ihm, aber so:liebe die Schöne, liebe die Schöne, ich helfe dir." AmUfer hing ein Fahrzeug, das er am Tage schon gesehen. DerMönch, der ihm vermuthlich den Argwohn einer irgendwo ver-borgnen Stimme nehmen wollte, stieg in die Gondel und winkteihm nachznsolgen. Der Jüngling, im Vertrauen auf seinekörperliche und geistige Macht und auf seine Schwimmkunst,entfernte sich mit dem Mönche kühn von der Insel; aber wiegriff der Schauder in seine innersten Fibern, da nicht nur dieStimme über ihm wieder rief:liebe die Schöne, die ich dirzeige, ich Helfe dir", sondern da er auch gegen die Terrassehin eine weibliche Gestalt sich bis an das Herz aus den tief-sten Wellen mit langen kastanienbraunen Haaren und schwar-zen Augen und mit einem glänzenden Schwanenhals und mitder Farbe und Kraft des reichsten Klimas wie eine höhereAphrodite heben sah. Aber in wenig Sekunden sank die Göttinwieder in die Wogen zurück, und die Geisterstimme lispelte

oben fort:liebe die Schöne, die ich dir zeigte." --Der

Mönch betete kalt und schweigend unter der Szene und sahund hörte nichts, endlich sagte er:am künftigen Himmel-sahrtstage in deiner Geburtsstunde wirst du neben einemHerzen stehen, das in keiner Brust ist, und deine Schwesterwird dir vom Himmel den Namen deiner Braut verkün-digen."

Wenn vor uns flüssigen schwachen Gestalten, die gleichPolypen und Blumen das Licht eines höhern Elementes nurfühlen und suchen, aber nicht sehen, in der Totalfinster-niß unscrs Lebens ein Blitz durch den erdigten Klumpen schlägt.