„in Laudtagssälcn austreten und sprechen, oder als maZistri„sentsntinrain in Universitätsgcbändcn einander unter dem„Promovircn opponiren? — Pasquino, bist du durch keinen„Della Portas nur so weit hcrzustellen, daß du bei Kon-gressen und Verträgen des diplomatischen corxs wenigstens„als Ofcnaufsatz den Silhoncttenr niachcn könntest, sondern„taugt ihr höchstens nur in Universitätsbibliotheken zu Brust-bildern kritischer Redakteurs?-> Ach, munteres Paar,
„möchte nur Chigi, der da neben mir steht, dich modcllircn„zu einer tragbaren Taschenausgabe für Damen: ich steckte„dich bei und zöge dich erst in Deutschland aus der Tasche.„—- — Ich kanu's aber auch hier auf der Insel thun." —Und hier bracht' er das spöttische Kunstwerk heraus; dennder berühmte Architekt und Modcllircr Chigi, der ihm zuhörte,hatt' es wirklich nachgcbacken. — Schoppe erzählte weiter,daß Don Gaspard alsdann ernsthaft an ihn trat und ihnspanisch fragte, wer er sei. „Ich bin, versetzt' er auch spa-gisch, wirklicher Titularbibliothekar des Großmeisters„zu Malta — und ein Abkömmling des sogenannten gramma-tikalischen Hundes, des gezähnten Humanisten — Scioppüm„(deutsch Schoppe) -— mein Taufname ist Uero, Uro, Uiötro„(Peter). Aber hier nennen mich viele aus Versehen 8ciupio„oder 8cic>i>in (Vergeudung)."
Gaspard hatte ein parteiloses tiesrcichendcs Auge für jede,sogar die fremdeste Brust und suchte am wenigsten sein Eben-bild. Er zog daher den Bibliothekar in sein Haus. Da nundieser nur vom Portraitmalcn zu leben schien und jetzt ohnc-
*) Der PaSquino ist bekanntlich verstümmelt. — Della Porta warein großer Ergänzer alter Statuen.