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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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umsteht? Himmel! was sind denn Schaugcrichtc?Sind diese nicht eben die vollen Schüsseln für den ewigenMagen, der sic daher blos mit den feinsten Freßspitzcn, mitden Sehnerven aufzehrt? Das Phänomen der Schaugerichtewurde bisher noch schlecht erklärt; und wenige Leute in Schu-len wußten, warum sic den Namen Schau-Essen Materienund Formen lassen sollten, die höchstens nur für den VogelStrauß brauchbar und nahrhaft wären. Allein es bringtLicht in die Sachen, wenn man erkennt, daß eine speisendeHoftasel ja nicht blos die untern Seclcnkräste des Unterleibs,die nur materiellere Trebern fordern, sondern auch die obcrnSeelen- und Magenkräste, die, wie bei den Krebsen, im Kopfe,und zwar im Auge sitzen, entwickeln will an optischem Manna.Veredelte, übersinnliche Seelen dieser Art, welche, dem Volkedes Ktesias so ungleich, das sich nur vom Geruch derFrüchte erhält, viel seiner von der Physiognomie derselbenleben, diese haben in ihrem eignen Bcwußtscyn den gewissern,Hähern Beweis einer schönern, hohem Natur, gleichsam desMagens eines neuen Adams; und blos daraus können sie dieHoffnung ihrer Fortdauer bauen. Die Völker, welche TodtenSpeise versetzen und mitgcben, die er mit dem gestorbenenMagen nicht verdauen konnte, scheinen etwas von einem fort-lebenden vorausgesetzt zu haben. Jndeß. so wie ein Laster-hafter im ganzen Himmel kein Vergnügen fände, so würdeein Hungerleider voll grober Begierden > in einer gan-zen Garküche voll Schaugerichte keine Sättigung gewinnen;er muß erst veredelt (oder gesättigt) seyn. Gebildete Damenhaben meist den irdischen Magen dermaßen ertödtet, daß sie so wie Christus, nach dem Clemens von Alexandrien, Essengenoß, nicht weil er's brauchte (eine himmlische Kraft machte