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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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34. S u in m u l a.

Brunnen-Beängstigungen.

Nach dem Entwickclungabende erschien Theoda nie an deröffentlichen Tafel mehr; weder väterlicher Spott, noch Zankbezwangen sie. Hinter ihrer jungfräulichen Scherzhaftigkeitund Entschlossenheit, das Rechte, sogar auf Kosten der Formund Gewohnheit, zu ergreifen, lag ein empfindliches, langenachfühlcndes Herz verborgen; leider hielt dieses jetzt dieDornen der Uebcreilung in seinen Wunden fester. Wie solltesie Unbescholtene das kleine Gcwehrscucr der weiblichen Blickeertragen? Und doch ließ sie sich von diesen mit Quecksilbergefüllten, organisirtcn Nachtschlangen noch lieber anleuchtcn,als von den zwei Brautfackeln der Augen des Hauptmannsanglänzcn, der damit in ihren offen gelaßncn Herzcnkammcrnalles hatte sehen können, was er gewollt. Nur Nicß stieß ihrohne besondere Verlegenheit von ihrer Seite ans; gegen ihnund dessen Passagier - Charaktcrmaske glaubte sie, wiewol sieeigentlich ihm das öffentliche Unrecht angcthan, ordentlich dasmeiste Recht zu haben. Man mag nun dieß daraus hcrlciten,daß die weibliche Seele leichter vergibt, wenn sic Unrecht ge-litten, als wenn sie etwas gethan> oder daß sie Jrrthümerlieber verdoppelt, als zurücknimmt, und sich lieber am Gegen-stand derselben rächt, als an sich selber bestraft oder daßihr sich ihr Inneres so abspiegelt, wie im Spiegel sich ihrAeußeres, nämlich jedes Glied verkehrt, und das linkische Herzaus der rechten Seite oder man mag cs daraus erklären