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Erkcnnsze » e.
Der Hanptmaun las sehr lange im Briefe und in derRezension, nm Licht genug zn bekommen. Lange durchsah erRießens Bildniß vor der allgemeinen deutschen Bibliothek,dessen Aehnlichkcit ihm nicht recht cinleuchtcn wollte; weildiese überhaupt Köpfe vorne vor dem Titelblattc nicht vielkenntlicher darstellte, als im Werke selber. Doch wird damitnichts gegen den gebliebenen Werth eines Werkes gesagt, dasvon jedem guten Kopfe Deutschlands, ohne Ausnahme, wenig-stens eine volle Seite, noch dazu mit Namens Unterschrift,answcist, nämlich die mit seinem Kopfe vorne vor dem Titcl-blatte. Der Hauptmaun, der so plötzlich aus der Sonncn-finstcrniß in den Hellen Mittag herabficl, wandte sich gar nichtan Thcoda, sondern zuerst an die Tischgesellschaft — erklärtelaut, nicht er sei der große Dichter, sondern Hr. v. Rieß —er habe zwar etwas geschrieben, über die alte holländischeFortifikazion — aber er ersuche also jeden, die Bcwundrung,die er ihm zugedacht, zurückzunchmcn und der Behörde znschenken. — Darauf riß er ein Blättchen aus der Schrcib-tafel und schrieb an Hr. von Rieß: er nehme gern sein un-schuldiges Mißverständnis zurück, stehe aber zu jeder andernGenugthuung bereit.
Als dieß alles bekannt wurde — und dem Brunnenarztzuerst — so brachte dieser jeden Abgrund versilbernde Mond-schein sogleich zwei laute Toast's aus: „Einen Toast auf den