31. S u m m u l a.
Aufdeckung und Sternbedeckung.
Theoda bekam ein versiegeltes Packet, mit der Bitte aufdem Umschlag, es sogleich zu öffnen. Sie that's. Anfangskam blos ein Band der allgemeinen deutschen Bibliothek her-aus — dann in diesem, zwischen dem Titclblatte und demgestochenen Gesicht eines berühmten Gelehrten, ein Briefchenvon Nieß, und dann das Briefchen von Theoda an Theu-dobach. —
Nieß schrieb: „Ich ehre Ihr Feuer. Ich verdammemeines. Ich bi» selber der Dichter, für dessen Freund blosich mich leider unterwegs ausgegebcn, und dessen Feind icheigentlich dadurch geworden. Ich vergebe Ihnen gern Ihrenöffentlichen Widerspruch gegen den weinigen; aber als Gegen-geschenk bitt' ich Sie, mir auch meine vielleicht indiskrete, >doch abgedrungene Eröffnung zu verzeihen, daß Sie an michgeschrieben. Hier ist Ihr Brief, hier ist die Abschrift meinerAntwort darauf. Hier ist sogar noch mein, wenn nicht ge-troststes, doch zu errathcndes Gesicht vor der allgemeinendeutschen Bibliothek, und dazu eine Rezension Seite 213darin, worin freilich nichts Wahres ist, als die Namen-Jagd,daß ich nämlich meinem Geschlcchtnamcn Nieß den VornamenTheudobach vorgesetzt. — Kurz, ich bin der Dichter der un-bedeutenden Trauerspiele, die mir jetzo selber eines bereiten. ^Ich verwünsche*jedc Minute, wo ich Ihnen etwas so Gleich-