Druckschrift 
15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

109

Flügel seiner Pazientcn, zumal den weiblichen, eine Landjun-kcrin, eine Konfistorial-Räthin, eine halb bleich- halb gelbsüch-tige Zärtlingin, und am Ende sich selber, in die Hör - oderStech-Weite eines solchen geistigen Raufdcgcns gebracht alsWirth. Gern hätte er verschiedene kaltsinnige Mienen dabeigeschnitten, wenn er versichert gewesen wäre, daß ihn derDoktor nicht als Rezensenten kenne, und darum schärfer an-greife. Doch that er das Scinige, und sprang von den Miß-geburten auf die Katzcnbergerischcn Geburten, um vorzüglichdessen Hämatologie zu huldigen, worin, sagt' er, Paragraphenwären, ohne welche er manche glückliche Bemerkungen gar nichthätte machen können.Schön, versetzte der Doktor, so denktwol nur ein äußerst parteiischer und guter Mann, wie Sie;denn außer Ihnen gibt's nur noch einen Leser, der gern allesredlich thnt, waS ihm Bücher verschreiben, nämlich den Buch-binder, der jedes Wort an den Buchbinder befolgt aberSie sollten meinen Hund von Rezensenten kennen und dage-gen halten. Himmel, wie bellt der Zerberus, zwar nicht mitdrei Köpfen, aber ans sieben Hundshüttcn, und an sieben

Ketten, gegen mich!-Ich wollt', ich hätte ihn da; ich

wollte jetzt alles thnn, da ich eben getrunken, was ich ihmlängst geschworen, nämlich meine Blut-Machlehre (die Iinoma-toloAia) an ihm selber erproben. Oder gibt cs etwassündlichcrS, als wenn ein Narr blos weil er sieben Zei-tungen dazu frei hat, wie zu sieben Thürmen die siebenWeisen spielt, und sieben Todsünden begeht, um als einzigerZeuge, vermittelst einer bösen literarischen Heptarchie, seinenAusspruch zu besiebnen? Ich kann von der bösen Sieben garnicht los; aber ich werde, sollt' ich denken, in jedem Falleden Mann ausprügeln, erwisch' ich ihn. Hier fass' ich zum