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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
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Wie viel weißt Du so? Es ist aber überhaupt nichtviel. Nämlich den ganzen Reisetag hindurch hatt' es Theu^dobachs angeblicher Freund (merke, ich unterstreich' cs) da-rauf angelegt, mein Gchirnchcn und, Herzchen in allen achtKämmerchen ordentlich glühend zu Heizen durch Anekdoten vonihm, durch Ansmalcrei unserer dreifachen Zusammenkunft, undsogar durch das Versprechen, noch Abends vor dem stillenMonde, der besser dazu passe, als das laute Räderwerk, michnäher mit seinem Freunde bekannt zu machen. Ich dachtedabei wahrlich, er würde mich Nachts ans dem Gottesackerdem Dichter ans einmal verstellen. Dazu kam Mittags nochetwas Närrisches. Er brachte mir meinen Shawl, mit unles-barer Krcidcschrift bedruckt; da er sie aber gegen den Spiegelhielt, so war zu lesen:Dein Namenvcttcr, schöne Th da,wird Dir bald für Deinen Brief zum zwcitcnmalc danken;"worauf er mich hinab zu einer Birke führte, von deren Rindewirklich er diese Zeile von des Dichters Hand am Tuche ab-gcsärbt hatte. Am Ende mußt' ich gar noch oben in seinemZimmer auf den Fensterscheiben eine herrliche Sentenz vomDichter finden, die ich Dir ans der Rückreise abschrcibcn ivill.Seltsam genug! Aber Abends war's doch nichts; und meinVater brach gar mit einem Spaße darein.

Du Klare erriethcst nun wol am frühesten, was Hr. v. N.bisher gewollt nicht mich, sondern (was auch leichter zuhaben ist) sich. Er kokettirt. Wahrlich, die Männer solltenniemals kokcttircn, da unter 99 Weibern immer 100 Gänsesind, die ihnen znflattern; indeß weibliche Koketterie wenigerschadet, da die Männer, als kältere und gleichsam kosmopoli-tische Spitzbuben, selten damit gefangen werden, wenn sienicht gar zu jung und nnflügge im Neste sitzen. Wahrlich,