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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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141.

Kellner an v. Hennings.

Wetzlar dm 26. August 1770.

Wie kennte ich cs von mir erhalten, in so langerZeit Ihnen nicht zu schreiben. Ich mag das elatui» IhresBriefs nicht ansehen. Und dcnnech muß cs eine ganzandere Ursache haben, als Mangel der wärmsten Freund-schaft. Und Sie kennen nimmer aushören mein Freundzu seyu. Lassen Sie mich unser beyder Sache verthei-digen. Nur gewöhnliche Freunde brauchen einander ihrAndenken zu erneuern, aber unser Seelenverkehr bedarfkeines i Briefwechsels, um immer fortzudauern. Aufsbeiligste kann ich Ihnen bev unsrer Freundschaft ver-sichern, daß ich oft an Sie denke, oft von Ihnen redeals von meinem besten Freunde Sie können schondenken mit wem. Sie verlangen von meiner Charlottemehr zu hören und auch von mir .....

Meine Situation ist nicht ganz nach meinem Ge-schmack, es fehlt Vieles daran. Die gegenwärtigeVisitations-Versammlung zeichnet sich darin vor andern