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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Herzen zu verjagen; denn hierin findet die Menschen-liebe der besten Mutter ihren Beruf, und ihre Weis-heit, ihr Verstand, ihre Einsicht weiß ihren Wunschmöglich j zu machen. Abends um 8 Uhr pflegen sich danndie fremden Besuche, die ohne Anmeldung und Ceremö-niel, und ohne die fraucnzimmerlichen Arbeiten zu unter-brechen, an'genommen werden, zu verlieren. Wenn ich

nicht zum Essen da bleiben muß, so gehe ich dann auch

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nach Haus, esse schnell, besorge ein und anderes undfinde mich wieder ein, wenn ich nicht abgehalten werde.

Alsdann bin ich gewöhnlich Abends von halb 9 oder9 bis 11 Uhr wieder da. Diese sind meine schönstenStunde»; Sie sind auch meine ruhigsten. MeineGeschäfte sind gcthan, und inein Gesandter geht frühzu Bette .....

Durch dieses Schreiben wollte ich Ihnen Rechen-schaft geben, daß ich auch liebend meines Freundesnicht unwerth bin, wofern ich jemals durch andere Ei-genschaften seiner werth gewesen. Ihre Güte, IhreFreundschaft und Liebe sagt: ja! und ich beruhige michdabey. Urtheilen Sie nun und weisen Sie mich zurecht,wo Sie glauben daß ich fehlen könnte.

Noch Eins: Ich glaube, daß zur Erhaltung einerso reizenden Verbindung mit einem Frauenzimmer noth-wendig ist, daß man in Beobachtung seiner übrigenPflichten sehr strenge ist, damit man sich keine Vorwürfe