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Keflncr an v. Hennings.
Wctzlar dm 2. Nov. 171,8.
Mein Liebster,
Ohngeachtet mein letzter Brief von ansehnlicherLänge ist; so erschöpft er doch lange nicht Alles, was ichIhnen zu sagen habe ......
Ich kann nicht sagen ob es möglich ist eine Schönezu lieben, deren Eigenschaften des Guten, Erhabenenund Edlen ermangeln; denn meine Geliebte vereinigtdies Alles. Ich setze mich mehr in ihrem Herzen fest,je mehr ich mich bestrebe, der Pflicht nichts nachzusctzen.Mein Gesandter ist, von allen die hier sind, der arbeit-samste und unermüdctste, doch habe ich ihm, bis jetztwenigstens, Genüge geleistet. Die schönsten Augenblickeopfere ich der Arbeit oft auf. Der Gedanke an meineGeliebte versüßet sie mir. Mein Verlangen zu ihr zueilen, verdoppelt meine Kräfte, und beschleunigt dieVollendung der Arbeit. Welch ein Vergnügen, wennich dann hinfliege, die Belohnung meiner Aufopferung