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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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die beste Freundin»; ohne es zu wissen, wenigstens ohneden geringsten Schein, daß sie es weiß, zu haben, fehlt esihr noch nahe im ckOsten Jahre nicht an Reih; das schönste,sanfteste, Menschenliebendste, gefälligste, zärtlichste Herz,Einsicht, Verstand und wahre Weisheit, auch gefälligerWitz; dabey ganz Bescheidenheit, ganz Tugend, reli-cheux rc. rc., von jedermann verehrt, von ihren Kindernzärtlich geliebt; Diese sind ihr vornehmstes Geschäft undAugenmerk, und sie wiederum ihnen ihr bestes Gut.Wenn sie ausgeht, sind groß und klein betrübt und un-zufrieden, und wenn sie zu Hause kömmt, lauter Bewill-kommungen, Frohlocken, Händedrücken, Küssen undUmarmungen, und heitere Mienen, Fragen wo sie solange gewesen, Erzählungen was in ihrer Abwesenheitvorgegangen rc. rc., ihre Verweise sind ihnen bitterer, alsandern Kindern Schläge. Ich breche mit Mühe ab;und komme auf die Kinder. Zwey Töchter sind er-wachsen, von 18 und 16 Jahren. Diese, so wie alleKinder, sind ihrer Mutter würdig. Alle blondes Haarund blaue Augen; eines hübscher wie das andere; nachden Kleinen könnte ein Maler Liebesgötter zeichnen. Dieälteste ist ziemlich regelmäßig schön, still, ruhig, vonsanftem Character rc. rc. Die zweyte muß jener, wennman sie nach Regeln beurtheilen will, weichen, ist abernichts desto weniger reihender und einnehmender. Sie hatein fühlendes, weiches Herz. So wie überhaupt ihr (und