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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Kellner an leinen früheren Hauslehrer.

(Wchlar entweder am Ende des Jahres 1767 oder Anfang >768.)

Liebster Freund,

Eine solche Correspondenz läßt sich noch unterhalten,wo man sich alle Jahr nur einmal schreibt. Nicht wahr?Aber die Entschuldigungen bei Seite gesetzt. Sollte esuns so sehr an Materie zur Unterhaltung sehlen, daßwir auch noch die zu Hülse nehmen müßten!

Viel wichtiger, viel interessanter kommt cs, mirwenigstens vor, wenn ich Ihnen sage, daß mir IhreFreundschaft noch immer eben so schätzbar ist, als vor-mals. Sie glauben vielleicht, daß Sie hier unbekanntwären? Da müßte ich weniger stolz auf Ihre Freund-schaft seyn. Nein! meine Freunde, solche, die Verdienstezu schätzen wissen, kennen Sie. Sie wissen es, daß Siemein Lehrmeister waren, dessen Lehren und Grundsätzemir auch in der Folge, und da am meisten, zur Richt-schnur gedienet; daß Sie jenes nicht allein, nein, auch

.liest »er, Goethe und Werther. 13