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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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136.

Goethe an Kestner.

v. 10. Mach 1701.

Nehmet Dank, mein Bester, für das Zeichen EuresLebens und Freundschaftlichen Andenkens. Recht will-kommen war mir der Anblick Amaliens ' der mich zu-gleich verjüngte und älter machte. Hier ist mein achterBand. Da ich ein so böser Correspondente bin ist mirwenigstens das ein Trost auf diese Weise mich mit ent-fernten Freunden zu unterhalten.

Daß ich meine botanischen Versuche nicht schicke,wie in der Folge alles aus diesen Fächern, verzeiht Ihr,es kann Euch nichts nützen. Wenn ich etwas lesbaresdrucken lasse, soll es aufwarten. Lebet wohl, grüßtLotten und die Kinder und gedenkt mein.

W. d. 10 März 1791.

Goethe.

> Diese bereits bei dem Briefe Nr. 125 erwähnte jüngere Schwe-ster Lottens kam, als Neuvermählte mit dem Kammerrath Riedel,nach Weimar.