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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Die Stelle in deinem Brief die einen Wink enthältvon möglicher Näherung zu euch, ist mir durch dieSeele gangen. Ach cs ist das schon so lange meinTraum als ihr weg seyd. Aber es wird wohl auchTraum bleiben. Mein Vater hätte zwar nichts dagegenwenn ich in fremde Dienste gicnge, auch hält mich hierweder Liebe noch Hoffnung eines Amts und so scheint könnt ich wohl einen Versuch wagen, wieder einmalwie's draussen aussieht.

Aber Kcstner, die Talente und Kräffte die ich habe,brauch ich für mich selbst gar zu sehr, ich binn vonieher gewohnt nur nach meinem Instinkt zu handeln,und damit könnte keinem Fürsten gedient seyn. Unddann biss ich politische Subordination lernte Es istein verfluchtes Volk, die Frankfurter, pflegt der Präs,v. Moser zu sagen, man kann ihre eigensinnigen Köpfenirgends hin brauchen. Und wenn auch das nicht wäre,unter all meinen Talenten ist meine Jurisprudenz dergeringsten eins. Das bissgcn Theorie und Menschen-verstand richtens nicht aus Hier geht meine Prarismit meinen Kenntnissen Hand in Hand, ich lerne iedenTag und haudere mich weiter. Aber in einem Justiz-Collcgio Ich habe mich von ieher gehütet ein Spielzu spielen da ich der unerfahrenste am Tisch warAlso doch möcht ich wissen ob deine Worte etwasmehr als Wunsch und Einfall waren.