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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Goethe an Kestner.

->ec. W. 16. Apr. 73.

Nun will ich nichts weiter lieber Kestner, das waröwas ich wünschte, was ich nicht verlangen wollte, dennden Geschenkten der Liebe giebt die Freywilligkeit all denWerth, ihr solltet mir aus dem Schoose eures Glücksan der Seite von Eurer Lotte, die ich euch, vor tausendandern gönne, wie all das Gute was mir die Götterversagen. Aber dass ihr, weil euch das Glück dieKarten gemischt hat, mit der Spadille stecht, mir ein -höhnisch gesicht zieht, und euch zu eurem Weibe legtfind ich unartig, ihr sollt euch darüber bey Lotten ver-klagen und sie mag entscheiden.

Mich einen Neider und Nerer zu heissen, und der-gleichen mehr, das ist all nur seit ihr verheurathet seyd.Meine Grillen lieber müssen nun so drein gehen. Ichwar mit Anngen in der Comödie. Es ist gut dass ichmorgen nach Darmstadt gehe, ich verliebte mich warrlichin sie. Ihre Gegenwart hat alles Andencken an euch