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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Dürfte ich Ew. Wohlgeb. wohl zu einer vorhabendenReise um ihre Pistolen gchorsamst ersuchen?

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Da ich nun von alle dem vorher erzählten und vonseinen Grundsätzen nichts wußte, indem ich nie beson-der» Umgang mit ihm gehabt so hatte ich nicht denmindesten Anstand ihm die Pistolen sogleich zu schicken.

Nun hatte der Bediente in dem Lillol gelesen, daßsein Herr verreisen wollte, und dieser ihm solches selbstgesagt, auch alles auf den anderen Morgen um 6 Uhrzur Reise bestellt, sogar den Uriseur, ohne daß der Be-diente wußte wohin, noch mit wem, noch auf was Art?Weil Jerusalem aber allezeit seine Unternehmungen vorihm geheim tractiret, so schöpfte dieser keinen Argwohn.Er dachte jedoch bei sich:Sollte mein Herr etwa heim-lich nach Braunschweig reisen wollen, und dich hier sitzenlassen? rc." Er mußte die Pistolen zum Büchscnschäftertragen und sie mit Kugeln laden lassen.

Den ganzen Nachmittag war Jerusalem für sich alleinbeschäftiget, kramte in seinen Papieren, schrieb, ging, wiedie Leute unten im Hause gehört, oft im Zimmer heftigauf und nieder. Er ist auch verschiedene Mal ausgegangen,hat seine kleinen Schulden, und wo er nicht auf Rechnungausgenommen, bezahlt; er hatte ein Paar Manschettenausgenommen, er sagt zum Bedienter, sie gefielen ihm

' Ein k.ic simile dieses Billets wird hier beigelegt.