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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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Vergangenen Dienstag kommt er zum kranken Kiel-mansegge, mit einem mißvergnügten Gesichte. Diesersrägt ihn, wie er sich befände? Er: Besser als mir liebist. Er hat auch den Tag viel von der Liebe gesprochen^welches er sonst nie gethan; und dann von der Franck-furter Zeitung, die ihm seit einiger Zeit mehr als sonstgefalle. Nachmittags (Dienstag) ist er bei Sekr. H .. .gewesen. Bis Abends 8 Uhr spielen sie Tarok zusam-men. Annchen Brandt war auch da; Jerusalem be-gleitet diese nach Haus. Im Gehen schlägt Jerusalemoft unmuthsvoll vor die Stirn und sagt wiederholt: Werdoch erst todt, wer doch erst im Himmel wäre!Annchen spaßt darüber; er bedingt sich bey ihr im Him-mel einen Platz, und beim Abschiednehmen sagt er:Nun es bleibt dabey, ich bekomme bey Ihnen im Himmeleinen Platz.

Am Mittewochen, da im Kronprinz groß Fest warund jeder jemanden zu Gaste hatte, gieng er, ob ergleich sonst zu Haus, zu Tisch und brachte denSecr. H... mit sich. Er hat sich da nicht anders alssonst, vielmehr muntrer betragen. Nach dem Essennimmt ihn Secret. H .. . mit nach Haus zu seiner Frau.Sie trinken Kaffee. Jerusalem sagt zu der H...: LiebeFrau Secretairin, dieß ist der letzte Kaffee, den ich mitIhnen trinke. Sie hält es für Spaß und antwortetin diesem Tone. Diesen Nachmittag (Mittwochs) ist