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Goethe und Werther : Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit ; mit erläuternden Documenten
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ciinge Jahre durch dauert. Indessen tritt bey mir nochhinzu, daß Lottchen und ich uns einander ausdrücklicherklärt haben, und es noch immer mit Vergnügen thun,ohne jedoch Schwüre und Betheurungen hinzuzufügen.Auch habe ich schon längst ihrer seligen Mutter meineAbsicht und Wunsch erklärt, inzwischen nicht verhehlt,daß ich noch Aeltern hätte, und eine geheime Verbin-dung nicht meine Absicht scy. Mit dem Vater habe ichnoch nie eine Sylbc darüber gesprochen. Sie verlassensich auf meine Ehrlichkeit, desfalls ich in einigem Rufstehe, und sind ruhig, da Lottchen bisher noch zu jungund noch zu nöthig war.

Zu Haus habe ich kein Geheimniß aus meinemUmgang, noch aus dem Vorzüge, den ich Lottchen beylcgte,gemacht, und zwar mit solchen Ausdrücken, daß sicmeine Absicht leicht errathen konnten. Man äusserte sichdarüber nicht. Von meinem Vater versprach ich mirkeine günstige Entschliessung und da ohnehin noch nichtZeit war, ließ ich cs dabey vorerst bewenden. Nach-dem ich nun mit der Zeit endlich einmal einen Ernstdaraus machen möchte, und von meiner Mutter mirgutes verspreche, so habe ich endlich auch da meinenWunsch und Absicht erklärt. Wir stehen darüber nochin Korrespondenz. Es werden mir mancherley Umständegemacht, besonders, daß ich zu Hause noch kein be-stimmtes lunploi habe, daß Lottckcn viele Geschwister