der Erstgeburt vergab; allein daß Lottcken nur ihrerMutter Stelle vertreten konnte, war so ausgemacht undso unzweifelhaft, daß nicht nur der Vater, sondernauch die ältere Schwester, und noch mehr die jüngernGeschwister, auch das Gesinde, ja die Fremden, still-schweigend und ohne Abrede, durch eine innerliche Ne-berzeugung unbewußt getrieben, darin übereinstimmten.Und sie selbst fühlte ihre Bestimmung so sehr, daß sie dasAmt von dem ersten Augenblick an übernahm, und mireiner solchen Zuverlässigkeit führte, als- wenn eine förm-liche Uebertragung, bey ihr aber ein überlegter Ent-schluß vorausgegangen und sie dazu von jeher bestimmtsey. An sie wandte sich alles, auf ihr Wort geschahalles, und jedes folgte ihrer Anordnung, ja ihremWink; und was das vornehmste war, es schien alswenn die Weisheit ihrer Mutter ihr zum Erbthcil ge-worden wäre. Bis diese Stunde hat sich solches er-halten; Sic ist die Stütze der Familie, die Liebe, dieAchtung derer, die dazu gehören, und das Augenmerkderer, welche dahin kommen. — Ich sage ihnen, es istein halbes Wunderwerk, ohngeachtet weder sie ^selbst,noch die Familie, cs merkt, und jedes meynt es müßteso seyn.
Sie können denken wie diese Begebenheit bey mirihren Werth vergrößert hat; und wenn ick vorher nochihretwegen unentschlossen gewesen wäre, so hätte mich