später und ganz von ohngefähr kennen. Einer'der vor-nehmsten unserer schönen Geister, Legationssecretär Göt-ter, beredete mich einst nach Garbenheim, einem Dorf,gewöhnlichem Spaziergang, mit ihm zu gehen. Daselbstfand ich ihn im Grase unter einem Baunie auf demRücken liegen, indem er sich mit einigen Umstehenden,einem Epicuräischen Philosophen (v. Gouv, großes Genie),einem stoischen Philosophen (v. Kielmanscgge) und einemMitteldinge von beyden (vr. König) unterhielt, und ihmrecht wohl war. Er hat sich nachher darüber gefreuet,daß ich ihn in einer solchen Stellung kennen gelernt.Es ward von mancherley, zum Theil interessanten Dingengesprochen. Für dieses Mal urtheilte ich aber nichtsweiter von ihm, als: er ist kein unbeträchtlicher Mensch.Sie wissen, daß ich nicht eilig urtheile. Ich fand schon,daß er Genie hatte und eine lebhafte Einbildungskraft;aber dieses war mir doch noch nicht genug, ihn hochzu-schätzen.
Ehe ich weiter gehe, muß ich eine Schilderung vonihm versuchen, da ich ihn nachher genau kennen gelernthabe.
Er hat sehr viel Talente, ist ein wahres Genie,und ein Mensch von Charakter, besitzt eine außerordent-lich lebhafte Einbildungskraft, daher er sich meistens inBildern und Gleichnissen ausdrückt. Er pflegt auch selbstzu sagen, daß er sich immer uneigentlich ausdrücke,