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dienen und auch den besten, sichersten und heiligsten Wegwandeln, für den ich eigentlich den ersten halte.
Heute lese ich Dich im Hamburger Correspondent alskatholisch gewordenen bekannten Schriftsteller Christian Brentano,der mit l)e. Freudenfeld, dem von den Studenten wegen Ver-unglimpfung des theueren Rüstzeugs Lutheri nun ausgescharrtenProfessor, zu Rom ins LollbKmm <ie propnAnnün lulo gegangen.Diese Nachricht aus dem Oolle^ium «io üelemlo 1>üo, wäre sienicht eigentlich ehrenvoll, könntest Du durch den Bundestags-gesandten von Hamburg widerlegen lassen. Wo ist Freudenfeld?
Im Ganzen ist Alles hier wie sonst, mit wenigen Modifi-cationen. Meine Lage ist sehr einsam. Wie glücklich wäre ich,wenn ich nur einen geordneten Leitfaden zu irgend einem theo-logischen Studium hätte, und einen Freund, der den Wegmitmachte. Gedenke meiner doch manchmal herzlich im Gebet.Eine herzliche Freude gewähren mir die liebevollen und innigbrennenden, aufrichtigen Briefe Melchior's. Bor etwa vierzehnTagen war ich in Bochhold, sie haben einen alten kränklichenPastor, mit dem Hut auf dem Kopf und der Pfeife im Mund,als Hausgeistlichen zu Holtwick, '*) er soll ein kindlicher, possir-licher Mann sein, er war gerade abwesend. — -— — —
Fr. M. fand ich auf dem Bett in gewöhnlicher, com-plimentirender, religiöser Visitenheiterkeit, allerlei erbaulicheMaximen und Sprüche wie angenehmes unschuldiges Kloster-backwerk, ascetische Krankenconfituren ganz freundlich präsen-tircnd. Wie sie sich eigentlich befand konnte ich nicht erfahren,weil etwas viel Manier des Umgangs hier ist und wenig Einfalt.
') Dem Landgute der Familie DiePcnbrock.