! entstanden, — wie die Berichte sind, weiß Niemand als dieBerichtsteller. Ein Arzt von der Commission, Doctor Zumbrinckaus Münster, hat sich auf eine durchaus schöne und rührendeWeise für die Kranke erklärt. Ich habe ein Schreiben von ihmgelesen, aus welchem man diesen Mann als Menschen undChristen lieben muß, und wenn Sie wieder nach Münsterkommen, danken Sie ihm in der Stille. Überhaupt, liebste
Freundin! behalten Sie Alles, was ich Ihnen hier und sonstmittheilte, in der Stille Ihres Herzens, und bringen Sie esallein vor Gott. Es ist die Welt und ihr Fürst, gegen denwir uns wahren müssen, um so mehr, wo es anderes Leids betrifft.
Ach, möge sich der Herr doch erbarmen und alle Versündi-gung in dieser Sache ablenken! Die Verleumdung geht ihreLügenpfade fort, nach wie vor, und der Lügner redet täglich
anders. Wer auf die Welt schaut, kann sich nicht freuen. O,möge der Herr uns doch ganz von dieser gefallenen Braut
losreißen und im Leiden lieben lehren. Er gebe seine Gnade!
Den Tod Ihres hochwürdigen Schwagers hatte ich schonaus der Zeitung, mit Rührung ersehen. Ich betraure denVerlust für seine Heerde und Freunde, und preise ihn in GottesBarmherzigkeit selig. Ihnen, werthe Frau! danke ich für Ihrwohlwollendes Mittheilen dieses Verlustes; eine solche Aufmerk-samkeit rührt mich, da ich sie nie von einem Menschen verdienthabe. Also: Gott vergelt's! Ich habe nichts, ich kann nichts,ich bin nichts, ich kann nichts geben; finden Sie was an mir,so nehmen Sie es in Jesu Namen! Amen.
Ihr gütiges Anerbieten, daß ich Sie mit dem Pater Lektorin Köln besuchen, oder vielmehr abholen möge, erfordert meinenlebhaftesten Dank; aber ich glaube nicht, daß ich es darf, auseiner speziellen und einer allgemeinen Ursache. Die spezielleUrsache ist, daß ich stündlich die Pferde erwarte, nach Dülmen