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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
389
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Vollziehung längst lächerlich und eine Wurzel des Grimmesgeworden sind. Ich habe nun zwei Jahre lang mit ununter-brochener Aufmerksamkeit die Ursachen und die ewig ernährendeWurzel dieses grimmigen Ärgernisses, dessen traurige Ver-wüstungen in den wunderbarsten Offenbarungen Gottes ichallein kenne, beobachtet, und, weil ich den Verlust, den sieverursachen, mehr als die Kranke kenne, wenigstens eben so sehrwie sie in der Seele dadurch gelitten.

Ich weiß recht gut, daß leiden und kämpfen eine solcheSeele reinigt und daß Gott Leiden schickt; ich werde mich abernie überzeugen, daß Gott einer Person eine fortgesetzte Offen-barung aus den Geheimnissen seines Lebens auf Erden und derGeschichte seiner Kirche, vom Anbeginn seines Erbarmens, zurMittheilung und Auffassung in genau folgenden Bildern, wasnie einem Heiligen, so viel ich weiß, geschehen ist, mit wahrhaftgöttlicher Langmuth geben und wiederholen, und zugleich eineärgernde, alle Auffassung störende, niedrige und schmutzigeQuälerei um diesen Menschen sammeln wird, denn in Gott istkein Widerspruch. Wem er zu sehen befiehlt, dem schlägt er dieAugen nicht aus; Wem er zu sprechen befiehlt, den erwürgt er nicht.

Die Krankheiten und Todesschmerzen und inneren Leidendieser Person habe ich immer, wo sie nicht die Folge blinderärztlicher Behandlung gewesen, nach ihrer ganzen Gestalt undinneren Bedeutung, als von Gott gegeben, erkannt; denn nichteine habe ich an ihr gesehen, außer denen durch äußere Behand-lung verwüsteten, welche nicht eine Arbeit zu bestimmtem Zweckeder leidenden Mitwirkung gewesen wäre. Die alle seine Gnadeaber stets verlöschende, trübende, zerreißende Lage dieser Personhalte ich als das Werk des Teufels, und ich fühle stets einegroße Verantwortung darin, daß nichts Ernsthaftes geschieht.