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An den Fürsten und die Fürstin Salm.
Berlin, Mang des Ichrs M9.
Innig verehrtes, geliebtes Fürstenpaar!
Lassen Sie mich immer an Sie Beide zugleich schreibenund so recht von ganzem Herzen, von einem Herzen, welchesseit Monaten von unaussprechlichen Leiden zerrissen wurde,welchen es schier erlag. Ich zittere noch immer vor Betrübnis.
Ach, und tausend, tausend Dank, und vergelt's Gott! Ihrbesten Menschen seid getreu geblieben und Ihr gütiger Brief ist,seit ich Münster verließ, die einzige Nachricht, welche mich nichtgrausam und so roh und verkehrt zu Boden schlägt, daß ichbeständig unter Ach und Wehgeschrei für meine Feinde betenmußte. ^
Es hat der Unverstand, der Schlendrian und der Neid einesolche Masse von Verläumdung, Verdrehung, Hohn und Lügehinter meinem Rücken über meinen Aufenthalt in Dülmen inUmlauf gebracht und mir es mit eigner lieber Hand geschrieben,daß ich schier erlag. Es gibt Menschen in der nächsten Umgebungunserer Freundin, welche Alles aufweudeten, meine Rückkehr inihre Nähe unmöglich zu machen, und welche in ihrer Blindheitmir zuschieben, was ganz das Gegentheil von dem ist, was ichje für unsere Freundin that oder wünschte.
Diese Jntrigue des Teufels, welcher Alles aufwendet, daßdieser immer quellende Brunnen der Gnade Gottes und desErbarmens Jesu Christi mit seiner Kirche, an die Erde fallend,ewig für die Welt verloren gehe, ist theilweis so roh und plump,daß sie sich au^ keine Weise erhalten kann, wie alle Pläne diesesGesellen, welche sich immer gegen ihn selbst wenden am Ende.
Ich leide dennoch im Augenblick unaussprechlich dadurch.Erstens wenn ich betrachte, daß ein Schatz für die Kirche