Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
332
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Jesus, gib ihm alle Deine Natur hin." Sie seufzet schwer ich eile zu ihr: Was seufzest Du?

O mein Gott und Herr! ich habe gesehen, wie Jesusihnen ruft; aber wie sie seine Stimme nicht hören. O welch'ein Jammer! Diese Taubheit in ihnen, für die mein Jesus soviel gethan. Sie sollten nicht so undankbar sein- sie habenunendliche Gnaden weggeworfen!

Ach, es ist noch nicht Alles verloren! Morgen lasse ich eineheilige Messe für sie lesen, und Sonntag früh thue Du es, undda opfern wir sie ganz unserem Heiland, mit dem lieben, liebenBräutigam, den sie nicht mehr wollen, seinem himmlischen Vaterauf, und das muß helfen, da will ich mitflehen. Wahrhaftig,Gott stärket mich, ich opfere diese Schmerzen Jesus auf, undweiß nun, wie süß es ist, für Andere um Jesu willen leiden inder seligen Gemeinschaft der Kirche, ohne Lohn für sich selbst,Alles, Alles den Brüdern, die Jesus geliebt. Nichts ist verloren!Wir müssen die Verirrten mit unserem Gebete zurückhalten. Esist jetzt die herrlichste Zeit zum Beten, der Segen thauet vomHimmel, es ist die Ankunft des lieben Jesukindes, und demwollen wir unsere lieben, armen Freunde ganz bringen, undwollen Alles, was wir aufbringen können, für sie den Armengeben auf Weihnachten; ach, da kann uns das liebe Christkindchenunser Flehen gewiß nicht abschlagen.".

Hier gab ich ihr die Reliquie von Sanct Clemens, und sienahm sie und sprach, indem sie dieselbe an ihr Herz hielt:Derwill auch für sie flehen." Und sie, die heute einen ungemeingpten Tag gehabt, war nun ganz ermattet und dem Tode nahe;ihre Wundenpein ist entsetzlich. Aber sie lächelt und spricht:Mehr, mehr, Alles für meine Brüder!"

Nachdem ich mit unserer gottseligen Schwester die siebenBußpsalmen und die Litanei von allen Heiligen gebetet hatte,sprach sie:Ich sah viele begnadigte Menschen, welche Gottes