Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
270
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in dieser Stube, bei dieser Seele, sie zu Pflegen, zu lieben, ihreFreundin zn sein. Hier ist Alles, wie Du es wünschest; arm,

rein und Jesus überall.---

Sie will von ganzer Seele für Dich beten, sie liebt Dich,sie ist wie ein Engel heiter, und so natürlich und grad in ihren

Redensarten.--

Morgen ziehe ich auf ein paar Stübchen, wo ich ohneStörung jede Stunde bei ihr sein kann; sie will mir Allessagen, was ihr Gott erlaubt, ich werde einige Wochen hierbleiben. O, ich fühle recht, was die Gemeinschaft der Heiligenist, Christen können sie schon empfinden. Ich bin bei Dir, sei

auch bei uns im Gebete.- ---

Ich habe heute ihre Wunden bluten sehen, aber es störtund erschreckt mich gar nicht; ihre lieben dunkeln Augen, ihreHeiterkeit, Redseligkeit freut und labt mich. Jesu Wunden sindes, die mich heilen müssen, nicht diese, diese heilen nur sie durchjene. Sie aber ist ein lieb, gut, himmlisches Wesen. Auch Dubist gut, und so Du so nach Jesum verlangst, wird er auch DirNachkommen. Bete für mich, ich bin heiter. Sie grüßt Dichvon ganzem Herzen, auch ich.

Dein

Clemens.

Abgeschickt: Dülmen den 25. September 1818.

Wenn Du von der Emmerich schreibst, so schreibe nicht soheiß ehrend und liebend, als Du wohl fühlst; das könnte sie beiihrem lebendigen Geist zu sehr bewegen. Schreibe all ihr Lobdem Heiland zu, das wird sie freuen. Ich zeige ihr Alles.Lebewohl, gute Nacht, mein lieb, gut Kind! Gott erhöre unserGebet! Von Christian und Sailer wissen wir hier noch Nichts.