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1 (1855) (1855)
Entstehung
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gemiithvoll und eifrig glaubend; doch im Gespräch nicht sobequem und verstehend, als der Vater, der die Liebe selbst ist.In der Mutter ist eine innere, stete Aufmerksamkeit auf sichselbst und eine gewisse Schwierigkeit, in fremde Meinungen, jaselbst Ansichten, einzugehen, weil sie wünscht, Jeder möchte ganzohne Gefahr denken. Bei großem Verstand und Geist fehlt ihrsehr der Kunstsinn; sie konnte schwer begreifen, wie mich diealten Häuser von Hildesheim interessirten; sie sagte, überhauptfehle ihr aller Sinn für gothische Baukunst, man wolle viel drinfinden, sie verstehe gar nichts davon; doch sagte sie alles diesessehr bescheiden, wenn gleich hindernd für die Unterhaltung.

Sie erkundigte sich nach Dir mit ungemeiner Theilnahme,und fragte, ob ich ihr ein Bildchen mitgcbracht. Sie wähltedas schwarze Dornenherz, und läßt Dir herzlich danken. Diekleinen Töchter hätten auch gar gerne Etwas von Dir gehabt,und ich mußte jeder Etwas von Dir versprechen. Sie hatteeine kindische Freude daran, auch der alte Stolberg hatte dieseFreude daran. Mit Bescheidenheit, ja schier Demuth bat ermich, mit ihm spazieren zu gehen. Da nahm der herrlicheGreis seinen Knotenstock, zog ein Glöckchen im Hof an, undalle Söhne und Töchter, auch ein paar alte Hunde, wandertenhintendrein. Er nahm mich unter den Arm und ging mitungemeiner Anmuth der Unterhaltung, Alles verstehend undtheilend, mit mir; wo ihn die Rede lebendiger berührte, drückteer meinen Arm inniger.--

Hier ist Alles, wonach man sich sehnen kann: Jesus, Kirche,Einfalt, Landleben und das gesegneteste Wirken. Abends läutetein Glöckchen auf dem Hof und Alles zieht in die Kapelle, dieein ausgeweißter Stall mit einem Altar ist; da knien Alle undbeten das Abendgebet, das der Priester vorbetet. Am Morgenhören Alle so die Messe, und der Graf und die Gräfin knietenauf dem Steinpflaster und empfingen das Abendmahl; das thunsie alle acht Tage, einer der Söhne dient die Messe.