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1 (1855) (1855)
Entstehung
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240
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Immer muß ich wieder lesen,

Les' und weine mich nicht satt,

Wie Er ist so treu gewesen,

Wie Er uns geliebet hat.

Hat die Heerde sanft geleitet,

Die sein Vater ihm verlieh'«,

Hat die Arme ausgebreitet,

Alle an sein Herz zu zieh!n.

Lass' mich knien zu Deinen Füßen,Herr, die Liebe bricht mein Herz;Lass' in Lhränen mich zerfließen,Untergeh'n in Worin' und Schmerz.

In Min Hers.

Mein Herz, was schlägst du gleich so bange,Wenn dir der Vater Trübsal schickt?

Sei ruhig, Herz! es währt nicht lange,Einst endet Alles, was dich drückt.

Noch will in dir die Welt sich regen,

Die manches junge Herz bethört:

Die mußt du in ein Grabtuch legen,Vergessen all, was ihr gehört.

Bald lockt sie dich mit ihren Freuden,

Bald droht sie Leid und Kummer dir;

Sie will von deinem Gott dich scheidenUnd stellt dir ihre Götzen für.

Du darfst dich nicht mit ihr vereinen;

Lass' ihre vollen Rosen stehn,

Und siehe, wie die Lilien scheinen,

Und höre, wie die Palmen Wehn.

So sei, mein Herz, o sei zufrieden,

Mit allem, was der Herr dir gibt,

Und denke, von der Welt geschieden,

Gott prüfet dich, weil er dich liebt.