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Dreschern eine annehmliche Entschuldigung, wenn man sie fragt:Wer liest die Körner auf? Darum bedauere mich nicht, ehrlichesHerz, bedauere Dich selbst. Ich verdiene kein Mitleid; denn dasHerrliche an manchen Leuten ist nur Gottes Ebenbild, das durchdie Spiegelstellen durchblickt, an denen die Folie abgerieben. Wodie Folie ist, da magst Du Dich freuen auf eigne Gefahr; dennda siehst Du nur Dich selbst. Es ist zwölf Uhr, und ich breche ab;morgen schreibe ich weiter.. Es geht Niemand Etwas an; frißtdoch ein Hirsch Heilkraut, das er liebt, diesseit und jenseit derNacht. Wozu es mir gut ist, weiß ich nicht; aber schaden soll esNiemand außer mir — da sei Gott vor!
Alles, was mir Werth, recht Werth und lieb, und war' esein Schwert durch meine Brust, gehört in mein Leben und indessen Armuth, Schuld und Buße, und somit gute Nacht! Jesuerbarme sich mein und decke die Blöße dieser zerrissenen Gedanken,daß sie kein Ärgerniß geben — gute Nacht! Das wird mirschwer; denn ich habe das Rechte noch nicht gesagt, er erbarmesich auch Deiner!----
Freitag.
In Versen wird schier Alles zur Lüge und zum Machwerk;alle Kunstform stiehlt dem Eigenthum das Eigenthnm und machtes zum Gemeingut. Es ist nicht recht erlaubt, das Empfinden,das aus dem Zusammenfiuden entsteht, zu dichten; einer wirdimmer dabei indiscret behandelt. Die meisten Liebesgedichte sindverrucht, als Ausprägung von bedauernswertster, ja bei tiefsterBetrachtung sehr erniedrigender Abhängigkeit und Noth imMenschen. Nur die Liebe zu Jesus und dem Ewigen muß unddarf laut gesungen werden, weil sie mit Demüthigung verbundenist, oder wenn sie Alles unter sich sieht. Wo sie Nachahmungdes Heiligen ist, wird man es schon merken. Ich glaube, sich