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1 (1855) (1855)
Entstehung
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bald Deine Hände über mir waschen und sagen: Ich habe keinenTheil an diesem Menschen. Geliebtes Wesen, ist es möglich?Oder bin ich krank?

So weit hatte ich gestern Abend geschrieben; ich konnte vorMüdigkeit nicht mehr. Ich war von dem Augenblick, wo ichDich verließ, bis halb zehn Uhr die Straße von Dir bis zu H.unzählige Mal auf- und niedergegangen in unsäglicher Trauer,Dich nicht gesprochen zu haben. Es war naß und stürmisch(A) und ich weinte, wie ein verlorenes Kind, das keine Heimath hat.Verstehst Du das? Ich glaubte, Du habest ein Herz. Du hastmir ein Herz gezeigt; seit ich es sah, habe ich Alles verloren,was ich gehabt. Du hast mir das Dach abgedeckt, und Thüreund Fenster ausgehoben; Du hast mir den Mantel genommen,ja, die Brust eingestoßen; Du hast allen Jammer in meinerBrust gesehen und gesagt: Du seiest ein Engel und wollest helfen.Mein Kind, wie wird dies gehen?

Solch Leid und solche Freude ist mir aus keinem Brunnengequollen, als von Deiner Lippe, aus Deinen Augen. Du hastmir unendlichen Trost und unendliche Marter gegeben; warumdas Letzte? Ach, das wissen wir Beide nicht. Ich Elender, washelfen meine Worte? Sterben wäre mir das Beste, und ich fühlees, ich muß von der Erde, bald, bald! Hat sie Dich verletzt, sokann ich nicht auf ihr leben. Du hattest einmal vie Schlangenbesprochen, daß sie waren wie Locken und seidene Bänder; aberDu läßt sie auch manchmal wieder los, und dann lieg' ich, wieLaocoon, in einem Knoten von Giftzungen. Mein liebes Kind,das ist Dein Wille nicht; ja, es schmerzt Dich, daß ich leide,und Du wärest wohl im Stande, in eine Wunde, wie in einOhr hinein zu schreien: was fehlet Dir? in eine Wunde, diesich öffnete, um ein Mund zu sein, daß sie Dir sage: Ich bin einAuge, das nach Dir schauen wird und brechen. Vergeblich! Kennst Du dies schreckliche Wort? Es ist die Überschrift