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mehr, daß ergeregt u. s. w.
bei Schellenberg sei, sonst hätte ich mich gewiß
Dein treuer
Clemens.
Clemens Brentano an den Maler Nunge. ')
Berlin den 2jl. Januar MO.
Sie lesen hier die Zeilen eines Menschen, von dessen großerLiebe zu Ihnen, insofern er Sie durch Ihre Arbeiten und ausder Schilderung jener Freunde kennt, welche er mit Ihnen theilt,Sie vielleicht von Zimmer, *) **) Steffens, oder Luisen Reichardbereits gehört haben, und es ist nur die Furcht, daß jene geliebtenMenschen mich noch nicht bei Ihnen eingeführt haben möchten,welche mich seit langer Zeit abgehalten hat. Ihnen zu schreiben;denn ich habe eine Bitte an Sie seit lange auf dem Herzen.Sie werden vielleicht selbst schon erfahren haben, daß man sich'lmit Wünschen und Hoffnungen so herzlich herumtragen kann,daß man endlich glaubt, es sei Alles bereits gelungen underfüllt, ja mir ist es mit solchen Täuschungen in meinem Lebeneinigemal schon so ernstlich ergangen, daß ich im vollen Genüssedes Planes bis zur Sättigung gelangt, und dadurch um dasWerk selbst gekommen bin, das zwischen Beiden liegen sollte.So soll es mir aber diesmal nicht gehen, und ich will Ihnendarum mein Herz ausschütten.
Ich habe sowohl innerlich als äußerlich ein an bitteren, ^schmerzlichen und wohlthätigen, süßen Erfahrungen reiches Lebengelebt. Große Freuden und Leiden sind, mit einer dunkeln,
*) Medifizirt abqedrnckt in Runqe's Lchriften
**) Damals Chef der Buchhandlung Mehr und Zimmer in Heidelberg.