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Klagen in Menge laut: „Das ist aber niederträchtig. SehenSie nur, wie hat er mir den Rock verdorben, das Tuch istverschnitten, das ist den Leuten das Geld abgestohlen, das istnicht erlaubt, das ist nicht recht!" u. s. w. Nachdem ihn FrauSchlotthauer näher kennen gelernt, stimmte sie bei solchenGelegenheiten in seine Klagen nicht nur ein, sondern überbotihn noch, und wenn sie dann beifügte, der nachlässige Manndürfe nie mehr für ihn arbeiten, müsse diese Arbeit zurücknehmen,den Stoff ersetzen u. s.. w., hieß es: „Der arme Teufel, nein,das will ich nicht; lasten Sie ihn nur wieder kommen!" undzuweilen gar: „ich will in meinen alten Kleidern Nachsehen undmir noch Etwas zurecht machen lassen" — und nun trug er dieKleidung ohne Weiteres.
Begehrte Frau Schlotthauer für ihre Armen ein Almosenvon ihm, so war gewöhnlich die erste Erwiederung: „Ach, lassenSie mich gehen, ich bin selbst arm." Und dann kam er wiederund sagte: „Sie sind eine gute Frau, ich will Ihnen Etwasschenken," und gab ihr Geld für ihre Armen, je nachdem er ebengelaunt war.
Ebenso hörten die an der Thüre Bittenden meistens zuerst:„Was kann ich geben, wie begehrt ihr von mir Etwas?" undhatten sie ihm ihre Noth geklagt, so schleuderte er ihnen oftKleider, Stiefel, Geld, oder was es eben war, hin und floh inseine Kammer.
Jeden Besuch, den er bekam, Frauen und Herrn, Priesterund Bischöfe, brachte er Frau Schlotthauer in ihr Zimmer, undstellte dieselbe seinen Gästen mit den Worten vor: „Dies istFrau Professor Schlotthauer, eine gar gute, schlumpige Frau."(Sie hielt nämlich sehr viel auf genaue Ordnung.) DieArme war anfangs oft verwirrt und betroffen darüber,dann fügte sie sich aber auch in diese Eigenheit und gewöhntesich nach rmd nach daran. Hatte sie Gäste, so kam er auch
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