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Von dem ihm heimathlichen Koblenz machte er öfter Aus-flüge nach Marienberg bei Boppard, wo die trefflichen SchwesternTherese und Sophie Doll, deren er in dem Briefe an eineFreundin, Regensburg 1833, in so schöner Weise gedenkt, eineErziehungsanstalt für junge Mädchen in acht katholischem Sinneleiteten. Er weilte gerne dort und freute sich, daß in denZöglingen das thätig christliche Element auch durch Besuch der 'armen Kranken in Boppard, und Arbeiten für dieselben, gepflegtwurde. Zum großen Entzücken der jungen Mädchen füllte er' zuweilen die Armenbeutelchen , derselben mit Groschen, mischte sichunter sie während ihren Spielstunden und zog wohl auch anSonn- oder anderen freien Tagen in den Wald, oder über die ^Berge mit dieser fröhlichen Schaar, die sich um ihn drängte, umihm zu lauschen, und ihn liebte und suchte, wenn gleich ^mancheder Mädchen, besonders solche, die sich etwas dünkten, oder gernevor ihm glänzen wollten, öfter von ihm scharf getroffen wurden.Jeden kleinen Mangel an Ordnung, die er an allen Menschen, beson-ders aber an Frauen sehr hoch achtete, rügte er auch streng an diesenihm so lieben Kindern: „Wenn ich euch gestern meine Tochter gebrachthätte, würde ich sie heute wieder mitnehmen" — hörte man ihneines Tages zu den Vorsteherinnen sagen, als er im Speise-zimmer, welches die Zöglinge eben verlassen hatten, die Stühlein Unordnung fand. „Könntet ihr euch wohl^ die Mutter Gottesschlumpig (unordentlich) denken?" pflegte er zu sagen. „Die seligeEmmerich sah, daß sie nie ein Unrechtes Fältchen an sich hatte,aber auch nie hatte sie ein unnützes Läppchen umhängen. O,wie so oft geht Beides zusammen, Unordnung und Eitelkeit,und wie oft hält der Teufel ein Mädchen an einem Bändchen fest."
Das schöne Lied eines Pilgers am Sanct Marknsfeste1830 (gesammelte Schriften I. Seite 108) machte er auchdiesen Marienberger Kindern, nach einem der erwähnten, durchGesang verschönten Spaziergänge.