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Gemächer der Wirthschafter gewandert und wie dabei vergeblichin den Rechnungen solchen Ausgaben nachgespürt worden u. s. w.,fährt er fort:
„Für das viele Mißgeschick suchten die Brüder in WohlthunTrost, hiezu von den Damen des Hauses, die sich in demAufenthalte zu Bukowan gefielen, unterstützt. Durch Rosenfeste,Tanz unter der Linde, Aufmunterungen an die studirende Jugendertheilt, Prämienverleihungen sollte das böhmische Volk derHerrschaft veredelt, verschönert werden.
Ein schwieriges Beginnen, denn fest hält der Böhme analter Sitte, an der einen vorzüglich, daß er nie ein Verbrechenzu begehen glaubt, wenn er von seines Bruders Überfluß sichden Bedarf des Augenblicks aneignet, während er sich beinaheHimmelslohn dafür verspricht, wenn er einen Unterdrücker, einenNiemiec beraubt. Diesem Vorurtheil, dieser Unart entgegen zuwirken, hat nach Kräften die Herrschaft sich bemüht, ohne dochmit dem vielen Aufwand von Humanität sonderliche Fortschrittezu machen. Als einziges, folgsames und viel versprechendesSchooßkind blieb letztlich zum Experimentiren der Damen eineDirne, um die zwar auch mancher Verdacht spielte; man beschloßdaher, die schöne Ankha auf die Probe zu stellen. Sie wurdeSonntags zum Kaffe gebeten, und wetteifernd bemühte man sich,sie zu erfreuen und zu beglücken mit Geschenken an Bändern,Schnürriemen, Tüchern und Corallen und zuletzt begleiteten ihreGönnerinnen sie noch bis zur Thüre des Vorgemachs. Dochkaum war diese geschlossen und Ankha glaubte, daß sie alleinund unbewacht sei, so hatte sie auch schon einen absichtlich amFuß eines Spiegels niedergelegten, beinahe verschlissenen Kammentdeckt, aufgegriffen und im Mieder verborgen und entschlüpfte,glücklicher in dem Besitze des gestohlenen Kamms, als indem der von der Güte der Herrschaft empfangenen Gaben,welche das Mädchen bewacht und durch diese Handlung alle