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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
46
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jetzt der Flüchtling, wo er mit Jubel begrüßt und bald der Lieb-ling und Abgott seines Kreises wurde, indeß die Verlassene denScheidungsprozeß betrieb, der auch nach einiger Zeit mit Tren-nung der unglücklichen Ehe endete, welche ihr, der Protestantin,bald gestattete, eine neue Verbindung zu schließen, Brentano, demKatholiken, aber blieben für immer Fesseln angelegt.

Dem schönen Brief an Runge, worin er sich über dasVerhältniß seines innern Lebens zu seinen Dichtungen aus-spricht (Berlin 1810) und diesen Maler zu bestimmenwünschte, Randzeichnungen zu seinen Romanzen vom Rosen-kränze zu machen, entnehmen wir, daß, was wir von den-selben besitzen (gesammelte Schriften III. Band), wohl damalsschon vollendet war:Die Hälfte ungefähr liegt fertig"

u. s. w. Der Anlage nach bedürfte es gewiß noch ebensovieler, als der schon vorhandenen, um die Entwickelung herbei-zuführen.

Im Hause Savignh's in Marburg soll er die Dichtungbegonnen, und derselbe ihm bei dem Bilde des edlen Jacoponevorgeschwebt haben, auch noch andere Personen seiner Bekannt-schaft hat er hineingeflochten, wie er gerne that; im Meliore,glaubt man, habe er sich selbst gezeichnet.

Mit Recht war ihm diese Dichtung lieb, von der nur zubeklagen, daß sie Fragment geblieben und in der wir mitErstaunen sehen, wie er selbst in jener Zeit, wo er mit der Kirchezerfallen war und seine Seele so vielfach zerrissen sein mußte,den ächt kirchlichen Glauben der Schuld und Sühnung, so tieferfaßt hatte; wie herrlich er die höchste Reinheit, wie grell dieNnglückseligkeit der durch das Böse von Gott getrennten Kreaturund das Machtlose ihres Ringens gegen eine höhere schützendeMacht, ganz den Begriffen der Dogmatik entsprechend, zuzeichnen wußte.

Was die Sprache betrifft, so gilt gewiß vorzüglich von den