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„Alle Erinnerungen seiner Kindheit verloren sich in demSchmerz keine Eltern zu haben, alle Hoffnungen seiner Jugendbrach die Verzweiflung der Liebe. Wie sein Leben bedeckte auchdiese Leidenschaft ein Schleier. Daß er ein edles Weib, getrenntdurch Verhältnisse, unglücklich liebe, war keinem von unsverborgen, denn es war der Inhalt seines ganzen Daseins.Das Geheimniß selbst schläft in deiner Brnst, Clemens Brentano!Du hattest Maria's ganzes Vertrauen, und weil du weißt, waser litt, darum hast du am tiefsten gefühlt, wie werth ihm dieRuhe.
„Er gestand uns gern, wie er sich erheitere in unseremUmgang; er fing an sich und seinen Talenten zu vertrauen —mehrere Aufsätze, die noch nicht gedruckt wurden, sind in dieserZeit geschrieben — sein Godwi entworfen, hin und wieder aus-geführt.
„In keinem glücklicheren Momente hätte er das angenehmsteVerhältniß finden können, das er jemals hatte. — DeineBekanntschaft Tieck und den Umgang mit dir, Friedrich Schlegel,und deiner edlen Freundin. *) **) Freundlicher Tieck, führt dir einZufall diese Blätter in die Hände, siehst du sie lächelnd durch,wie du Pflegst, darf ich dich anreden, darf ich dir sagen, wie wirAlle dich liebten, wie du uns im Leben begegnetest wie in derDichtung, einfach, gütig, der Gottheit und der Vorzeit empfänglich,reich an treffendem Witz, reicher an Gefühl, Dichter und Künstler,wie es Wenige sind? Von uns Allen hatten deine Werke Maria
*) Sophie M-rcan, geborene Schubert, eine Schwester der ebenfalls durchÜbersetzungen bekannten Henriette Schubert. Dieselbe war damals anden Professor Mereau in Jena verheirathet. Die schönen Briefe Schillcr'san eine junge Dichterin, die in der Einsiedlerzeitung abgedruckt sind,wurden um diese Zeit an ste geschrieben.
") Die damals verheirathete Leit, Tochter Moses MendelsohMS, später FriedrichSchlegel's Gattin. Gestorben in Frankfurt am Main. Mutter desberühmten Malers Philipp Leit.