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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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Evelinen machte ihr Gewissen denselben Vorwurf, undihren augenblicklichen Zweifel an seiner Treue zu sühnenwünschend, bot sie ihm einen Ring von bedeutendem Werthean,als eine kleine Buße (wie sie sich ausdrückte) für einenaugenblicklichen Jrrthum."

Das braucht es nicht, Lady," sagte Flammock mit seinergewöhnlichen Plumpheit,es wäre denn, daß ich das Geschenkmeiner Rosa geben dürfte, denn sie grämte sich, meine ich, ge-nug über eine Sache, die mich so wenig anfochtund warumsollte es das auch?"

Verfügt darüber nach Eurem Belieben," sagte Eveline;der Stein darin ist so ächt, als Eure Treue."

Hier schwieg Eveline, und auf die weit ausgedehnte Ebenezwischen dem Schlosse und dem Flusse blickend, bemerkte siedem Flamänder, wie still und schweigend der Morgen überdie Gegend -eraufsteige, die so eben noch der Schauplatz ei-nes so schauervollen Gemetzels gewesen sei.

Es wird nicht lange so bleiben," antwortete Flammock;wir werden bald des-Lärmcns genug und zwar näher anunfern Obren, als gestern, haben."

Wo liegt der Feind?" sagte Eveline;ich kann wederseine Zelic, noch seine Pavillons gewahren!"

Sie haben keine, Lady," antwortete Wilkin Flammock.Der Himmel hat ihnen die Gnade und die Kenntniß ver-sagt, genug Leinwand zu diesem Zwecke zu weben. Dortliegen sie an den beiden Ufern des Flusses, bloß mit ihrenweißen Mänteln bedeckt- Sollte man wohl glauben können,daß eine Schaar Diebe und Mörder dem schönsten Dinge inder Welt einer schön belegten Bleiche so ähnlich sehenkann? Horch horch! die Wespen fangen an zu summen;sie werden bald ihre Stacheln in Bereitschaft setzen "