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III.
Vorrede zu Fenelon's Leben,
aus dem Französischen des Ritters von Ramsay übersetzt.
(Koblenz bei Hölscher. 1826. 8.)
Hier die Übersetzung eines altern Buches, das seinesInhalts, seines Verfassers und wohl auch seiner Seltenheitwegen zu den Merkwürdigen gezählt werden darf.
Sein Inhalt ist Fenelon, wie er war, lebte, dachte, fühlte,liebte, litt und wirkte. Fenelon — dies eine Wort sagt genug.
Sein Verfasser, Ritter Ramsay, war Fenelon's vertrauterFreund. Auch dies Wort sagt genug. Doch enthalten nachstehendeNotizen noch einiges mehr von ihm.
Seine Seltenheit mag erkannt werden an der vielfältigenUnkunde der Thatsachen, die es enthält, namentlich in Hinsichtauf Madame Guhon, und ihre Ansichten von der reinen, geist-lichen Liebe, deren Würdigung Fenelon in einen Streit mitBossuet verwickelte.
Eine Unkunde, die sich sogar in manchen Schriften, wodiese Gegenstände sehr entstellt Vorkommen, verräth, und dieauch durch die ausführliche Lebensgeschichte Fenelon's, die derBischof Bausset französisch herausgegeben und Felder insDeutsche übersetzt hat, noch nicht völlig beseitigt ist. Und wieviele Leser sind auch wohl in der Lage, dieses weitläufige, dreiBände starke Werk sich anschaffen oder auch nur durchlesen zukönnen?