Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
439
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II.

Einiges von dem Leben, Handeln, Leiden und Sterbendes geistlichen Vaters

Friedrich Spee von Langenfeld.*)

Friedrich Spee ist nach Einigen 1591, nach Anderen 1595zu Kaiserswerth, einem kölnischen Städtchen am Rhein, eineMeile unter Düsseldorf, aus dem adelichen, jetzt gräflichenGeschlecht, derer Spee von Langenfeld, geboren. Im Jahr 1610,nach Anderen 1615, trat er zu Köln in den Orden der Gesell-schaft Jesu, und lehrte daselbst die Philosophie, Moral undTheologie mit höchstem Beifall. Er war ein Mann von großerSeele und unermüdlichem Streben für das Heil seiner Mit-menschen, ein Priester im ganzen Sinne des Worts, Theolog,Philosoph, Dichter und Musiker, ein kindlich frommer, freudigerSänger, ein milder, tiefsinniger Lehrer der christlichen Liebe undein begeisterter, muthiger Tröster und Kämpfer in den ernsterenLagen seines Berufs. Wenn wir die drei Schriften, die wirvon diesem herrlichen Manne besitzen, ihrem Inhalte nachbetrachten, so bieten sie uns die Grenzen dar, das Bild einesder gottseligsten, thätigsten, großherzigsten, geistreichsten und liebens-würdigsten Menschen zu umschreiben, die vielleicht je gelebt haben.Wir haben von ihm das erste und vortreffliche Werk gegenden Greuel der Hexenprozesse, Osulio criminslis so» <is proeessu

v Zuerst gedruckt, als Vorrede zu Spee's Trutz Nachtigall. Berlin. 1S17.