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2 (1855) (1855)
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vor Gott bekennen, daß ich durch allerlei Führungen gelernthabe, in jedem Fehler des Anderen meine Fehlerhaftigkeit, injeder Sünde meine Sündhaftigkeit, in jeder Unruhe mein Elend,und in jeder fremden Noth die meine zu ersehen. Darumrathe ich Dir denn auch nur Das, was ich wünschte, daß miran Deiner Stelle gerathe» würde.

Mein Rath ist der: lies eine Weile kein Buch als dieApostelgeschichte von Lucas, und laß alle Fragen, selbst die überdie Göttlichkeit Christi u. s. w., vor der Hand liegen. Liesnur Thatsachen, und lies in den Thatsachen nur Dein Heilvorgebildet. Jede andere Art zu lesen, ist für Dich ein Umwegund wird leicht Irrweg. Lies beiläufig so:

Geistestaufe ist Hauptsache, ist den Jüngern verheißen, istauch mein Bedürfniß denn die Wassertaufen meiner Übungenohne jene, sind nichts. (Erstes Hauptstück.)

Die Geistestaufe ist über die Jünger wirklich ergangen, dieVerheißung erfüllt worden. (Zweites Hauptstück.)

Getauft mit Geist predigten sie Geistestaufe, Buße, Glauben,neues Leben, und, die hörten und glaubten und rein fühlendsich Christo Hingaben, wurden selig. Die Apostel voll Geistesheilen einen Lahmgeborenen und verkünden, daß Jesus das Heil,der Eckstein sei und kein Anderer. (Drittes und viertes Hauptstück.)

Alles betet, jubelt, gibt Irdisches daran, wird ein Herz,eine Seele, in einem einzigen Geiste. (Viertes Hanptstück.)

Halbherzigkeit, Heuchelei, ist Lüge wider den heiligen Geistund wird mit dem Tode bestraft. (Fünftes Hauptstück.)

Wahre Geistesfreihcit kann nicht schweigen von dem Heile,und freut sich für die Wahrheit zu leiden, zu sterben inStephanus. (Sechstes und siebentes Hauptstück.)

Ein Kammermohr wird durch Philippus, Saulus durchAnanias, Cornelius durch Petrus in das Heiligthum des gött-lichen Lebens eingeführt. (Achtes, neuntes und zehntes Hauptstück.)

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