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hast, bin ich einige Notiz über mein Befinden schuldig; es istimmer sehr schwankend; der Hauptcharakter ist Engbrüstigkeit,große Beschwerde beim Treppensteigen und Herzpochen. Seitetwa acht Tagen ist es jedoch wieder besser; dem Übel liegtwohl eine Herzkrankheit zum Grunde; im Ganzen nehme ich dieFrankfurter Arzneien fort, meide alles Bier und Wein, trinkenur Wasser u. s. w,, und halte streng I)r. Müller's Diät. —Mit dem Frühling erwarte ich entschieden Besserung. Übrigenshabe ich die beste Pflege und einen guten, gottesfürchtigen Arzt.— Fräulein L. läßt Dich schön grüßen und Dir wieder undwieder für das Porträt der seligen Bettine von Savignydanken, das immer in ihrer Nähe steht und ihr fortwährendgroße Freude macht. Sie will in etwa vierzehn Tagen meinPorträt für Dich beginnen, und bittet bereits voraus umSchonung und Verzeihung. — Grüße Deinen lieben Mannherzlich von mir; ich danke ihm für seine Nachsicht und Geduld;auch Deine Kinder seien mir herzlich gegrüßt, und Deine FrauSchwiegermutter und Schwägerin und die gute Marianne. —Vor Allen aber Dein lieber Vater, der mir so viel Guteserwiesen hat. Frage ihn doch, ob er eins der interessantestenund trefflichsten Bücher bereits gelesen hat: „Mittheilungen ausdem Tagebuch eines Arztes von Doctor Harrison. 4 Bändchen.Braunschweig bei Bieweg 1833." Es enthält eine Reihewahrer, und in der trefflichsten Gesinnung geschriebenen Ge-schichten aus der großen Londoner Welt, und wird Euch Alle,Georg, Karl und Dich ungemein lehrreich erfreuen; auch denlieben Steinle. Lasse es Dir doch von einer Buchhandlungverschreiben und verwahre es bei Dir, damit es nicht in derFamilie verschleppt wird; man kann es bequem in zwei Bändebinden. Es wäre mir sehr leid, wenn dies treffliche Buchverschleudert würde. Gute Nacht, mein theures Kind.
Dein
Clemens.