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2 (1855) (1855)
Entstehung
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Als ich niederkniend so betete, hörte ich nahe Stimmenaußerhalb des Fensters und sah mir gegenüber, über dem Dachedes Glockengießers, einen gefährlich stehenden Dachdecker, derseine Leiter befestigte und mit dem Gesellen sprach, der ihmdas Nöthige aus der Dachluke zureichte. Ich sah mit Bebendem äußerst gefährlichen Thun einige Minuten zu, mir kameine innere Mahnung: Gott schickt mir eine Parabel meinerStellung im Leben und der eines Jeden ....; ich gedachte anMöhler, an Klee, welche Gott an unsere Wege geführt, die unslieb waren und die Hände freundlich boten; ach! ich zitterte undbetete um so herzlicher für Dich und mich, den Unwerthen.Gott helfe mir! Ich stehe in seiner Hand, ich bin nicht stolz,aber sehr arm und voller Schmerzen! Wie barmherzig undtreu war mir Gott, wie viele Gnade hat er mir geboten undwie oft ließ ich sie fallen, und auch jetzt stellt er mir den Dach-decker mitten in mein Frühgebet. Ach! er kann fallen! ach Gott,sei mit ihm, daß er nicht falle! Da wendete mich mein Gebetfür den Dachdecker von ihm ab, und als ich geendet, war erwieder glücklich herein u. s. w.

An seine Richte Sophie von Schweitzer.

Mönchen, Mntng den 15. Drremlirr 18Ä1.

Meine geliebten, gütigen Angehörigen und Geschwister,Freunde und Wohlthäter!

Ich sehe Euch noch immer so theilnehmend und liebevollvor meinen Augen, wie Ihr Donnerstag den 25. Novembergegen Morgen am Hausthvr standet, da Euer armer, kränk-licher Bruder voll Betrübniß, und Dank, und Liebe in denWagen stieg und von Euch weg fuhr. Gott lohn's! Gott