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Ich denke, daß Du meine Kinderei '^) wohlwollend aus-genommen, so möge denn meiner Strafe durch den vielenVerdruß bei dieser Arbeit Genüge gethan sein. Du hast Recht,es ist viel tief Gefühltes und Erlebtes darin, und selbst derMuthwille ist ein Kind des Schmerzes. —
Ich schreibe meiner Schwester, Dir etwas für Deine Armezu geben. —
Gretchen Verflassen hat mir neulich aus Nizza geschrieben,wo sie seit Jahren mit einem kranken Fräulein von Zuidwiglebt. Sie war im südlichen Frankreich und verweilte längereZeit in der 8si»l vi-ume, der Bußhöhle der heiligen Magdalenabei Marseille, und hat Haare dieser Heiligen erobert. Werhätte denken sollen, daß dieses gute Mädchen eine Art gelehrterDame werden sollte, sie hat Lateinisch und Spanisch gelernt,Jsaias ist ihr herzallerliebster Schatz, und sie übersetzt die BriefePauli ins Spanische. Das ist pläfirlich. Schade, daß DuDein Bild der Esther nicht dazu fertig hast.
Im Herbst war ich wieder bei Maria von Mörl in Throl.O, wie selig war A- dort und im ganzen Land über die vielenKirchelchen! Herr Cornely und Adams und Diez u. s. w. warengerade auch da. — — — — — — — — — —
Es sind noch mehrere wunderbar prophetische Zustände dortini Land, und Alle wissen nicht wie und warum; Alle sindstreng und ungläubig untersucht und untadelhaft erfunden.
Die Passion ist in Frankreich mehrmals aufgelegt und hatviele Bekehrungen veranlaßt; in den Klöstern ist sie das Medi-tationsbuch. Es ist mit römischer Ccnsur und einer einleitendenVorrede ins Italienische übersetzt in Mailand durch Vermittelungdes Bischofs gedruckt.
') DaS Gockelmärchen