liche Leiden betrübt, oft Anfechtungen zum Selbstmord hatte.Einst kommt sie vom Feld nach Hans, die Stubenthür gehlso schwer auf, und sieh'! der Vater hat sich daran erhängt, alleMittel der Rettung sind vergeblich. Die Arme schreit zu Gottund gelobt, so noch Rettung für die Seele des Vaters sei, allePein für ihn zu tragen. Sie wird von dem Augenblicke anauf die furchtbarste Weise besessen. Man that sie in's Hospital,gnälte sie auf alle Weise, ihre Krämpfe waren aber so greulichund über alles Polizeimaß hinaus, daß man sie als unheilbarentließ. Wieder in ihrer Heimath, nahm sich der geistreichePfarrer ihrer an, und da er ihren Zustand erkannt, wendete erden Exorcismus an. In welchem Grade aber der SatanGewalt an ihr übte, erscheint daraus: sie empfing täglich dasheilige Sakrament, aber der Hals wurde ihr Stunden lang zuge-schnürt, sie konnte es nur erst hinabschlucken auf die Beschwörungdes Priesters.
Ihre Zustände waren so außerordentlich, daß man sie öfterin der Stube umher fliegen sah. Jetzt, da sie befreit ist,erklärte sie, sie habe geglaubt, große, schwarze, häutige Flügelgehabt zu haben. Sie ward von der Gewalt des Satans durchdie Gewalt des Priesters befreit, aber nicht von dem über-nommenen Leiden für den Vater. Sie leidet die furchtbarstenSchmerzen und Mißhandlungen von den bösen Geistern; abersie ist voll Geduld und Andacht und rührendster Hingabe, wieein Opferlamm. Am Allerseelentage sah sie ein höchst geistreicherund urtheilsvoller Freund von mir; ihre Leiden, ihre Zuständesträubten ihm die Haare, sie sah keinem Menschen mehr ähnlich.Mit dem ersten Schlag der Abendglocke war Alles wie abge-schnitten vorüber, und sie sprach: „Gelobt sei Jesus Christus!das wäre überstanden!" Sie hat den Trost, die Erscheinungihres Vaters etwas Heller zu sehen. Außerdem ist sie vollFriede und Einfalt und jetzt im Übergang zur exstatischen