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gewesen — ja jedes andere würde ich aus meiner Brust reißen)zu erklären, daß Sie sich (gewiß aus gutem Willen) durchausin dieser Ansicht von mir irren. Die menschlichen Herzen sindseit dem Falle Näthsel vor einander geworden, die sich nur imverwandten, süßen Herzen Jesu auflösen können. — — ZweiRäthsel, welche eben keine innere Nothwendigkeit fühlen, sicheinander aufzulösen, sondern denen es genügt, anmuthig undgesellig wohlthuend ohne weitern Erfolg einander lustwandelndzu begleiten, können sehr leicht mit dem besten Willen in denFall kommen, sich von einem dritten Räthsel zu unterhalten,ohne sich es auch im mindesten genugthuend aufzulösen, ja mitder Gefahr (wenn es eine ist), sich in der Auflösung irre zuführen, in sofern sie sich selbst Räthsel sein können! Meine liebeFreundin, ich bin nicht finster, nicht ohne Friede, nicht menschen-feindlich, habe keine trübe Religionsansicht — nein, ich binoffen, heiter, liebe meine Feinde so sehr, daß es mir undenkbarist, welche zu haben, meine Religion ist keine Ansicht, sie isteinfältiger Glaube an die ewige, in der Zeit offenbarte Wahr-heit. Wie aber wäre es möglich, daß bei einem Herzen, daswie ein Buch offen zu Tage liegt, nicht Blätter voll Thränenmit etwas verloschener Schrift erscheinen sollten, wenn diesesHerz vor den Menschen wie vor Gott sich mannigfach schuldigaussprechen muß? Liebe Freundin! ich bedarf ebenso sehr derBarmherzigkeit der Menschen, als der Gottes! Denn ich lebe,ich bin lebendig angeregt von Allem, ich bin weniger gestorbenals die Weltmenschen, welche eigentlich alle lebendig eingesargt
Kleineres steht in Journalen. Mit ihrer Freundin, Wilhclmine Herz,vermählten Rcgieruugs-Direktor Gcnsicke in Dresden, gab sie auch etwa-gemeinschaftlich heraus
Frau v. Ahlcfeld lernte Brentano in Weimar kenne», blieb dort fünfMonate bis Juni IMS mit ihm zusammen, reiste dann nach Dänemark ab!er blieb noch in Jena. Sic nahm die Mercau, seine Braut, mit.
(Lexikon der deutschen Schriftstellerinnen von Schindler.)