Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
294
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Stolberg's Söhnen hält, und um dessen weltliche Gesinnungseine Mutter lange trauerte, hat im Gegentheil eine ganzreligiöse Wendung genommen; er war ein halbes Jahr in Rom,und ist jetzt als außerordentlicher Pensionär in das Seminariumzu Regensburg gegangen, dem nach Wittmann's Tod ein Freundvon mir, ein ungemein inniger, lieber, gelehrter Ex-Carmeliter,Gallus Schwab j als Regens vorsteht. Stolberg will sichprobiren.

Unter den jungen Malern der Akademie zeichnen sich dieSchüler meines Hauswirths Schlotthauer durch Demuth undFrömmigkeit ohne alle Affectation aus.

Gott mit Dir und den Deinigen!

Clemens.

Im Nachlaß Vorgefundene Bruchstücke von Briefen.

MN.

Ich weiß viel zu viel von Ihrer Freundin, um nicht vielzu wenig von ihr zu wissen. Ich schreibe ihren Namen nichtgern hieher, wie ich ihn überhaupt nicht gerne höre, nochausspreche. Der Name ist die Macht des ganzen Menschenund seine ganze Ohnmacht. Der Name eines vollendeten,heiligen Menschen ist ein bestimmter Ausschnitt, eine bestimmteKraft aus dem Namen Jesu, in welchem sich beugen alle Knieeüber und unter der Erde. Der Name eines unvollendetenWesens ist um so banger und Gefahr bringender, als diesesWesen eine Gewalt übt, welche aus der Natur, die gefallen ist,oder aus sich selbst, die nicht hergestellt ist, auf uns, die ebennicht besser sind, eindringt.