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2 (1855) (1855)
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erholt hätte, und von Mühe und Kummer ausgeruht. Ich

hoffe, daß der Herr in dem V. B. und dessen

Zustand eine neue Aufgabe gesendet hat, die seine Augen nacheinem anderen höchst wichtigen Liebesdienst wendet und dadurchseiner Trauer eine mildernde Richtung gibt. Der gute, liebeChristian hat Vieles dort erlebt, und sich gewiß große Gewaltangethan; er hat um diese armen, gehetzten Kinder mit barm-herziger Anstrengung eine Mauer gebaut, hinter welcher sie

ruhig sterben konnten. Was er gethan wird auch den Gemü-

thern der Verwandten zu Gute kommen. Gott wird Alles

segnen!

Herr Diez schrieb mir mit großer Bewunderung von ihm.Grüße ihn viel Hunderttausendmal von mir und sage ihm auchvon mir den gerührtesten Dank für seine Liebe, denn ich habediese theuren Verstorbenen sehr lieb gehabt. Ich würde ihmgern schreiben, wenn ich nicht fühlte, daß ich zu ohnmächtig,

einen Menschen von seinen Gaben zu trösten. Gott hat ihmdas Leid geschickt, Er wird ihm auch die Wunde heilen, was

übrig bleibt von Schmerz, wenn das Wetter sich ändert, das

wird dem guten Bruder ein Requiem sein und eine Reliquie,für welche er Gott dankt.

In höchstens zehn Tagen ist das Buch fertig gedruckt;die kurze Biographie hat mir viel Mühe unter bekümmertenUmständen gemacht, und die Druckerei wollte auch nicht vorwärts.Ich schicke Dir gleich Dein Exemplar mit der Post durch Stein-gaß von Frankfurt aus.