letzten Wochen einen Rothlauf am Finger gehabt und allenMenschen versichert, der Barbier gebe gute Hoffnung, aber manmüsse mehr auf Gott vertrauen, als auf Menschen; denn,warum? Gott kann Alles, der ist allmächtig, und also mußman mehr Vertrauen auf ihn haben, als auf den Barbier. —
Glückliche, gesegnete Weihnachten, Signora,wird Ihnen ein heiliger Christ zukommen.
So es möglich,Clemens.
Herrn vr. Ferdinand Fellner. ' )
Frankfurt a. M. den 2^. Januar i!8Ä.
Verehrter Herr Doctor!
Wenn ich Ihnen nicht zwanzigmal seit meinem letzten Briefegeschrieben habe, um Sie doch endlich zu irgend einer bestimmtenErklärung über die für die Koblenzer Armenanstalt übernom-mene Arbeit zu bewegen, so ist dieses allein unterlassen worden,weil ich nicht mehr wußte, auf welche Weise ich Sie bitten,mahnen, oder drängen könnte, wo nicht Ihre Arbeit zu vollenden,doch wenigstens mir durch Guido sagen zu lassen, daß Siedieselbe aus Rücksichten ganz und gar liegen zu lassen gedächten.
Nicht einmal eine Ursache, warum nicht, hätte ich verlangt,und hätte auch keinen verdrießlichen Gedanken darüber habenwollen, denn es ist nicht ärgerlich Etwas nicht zu erhalten undes zu wissen, aber es ist höchst peinlich in stetem Warten undHarren zu stehen, und von der anderen Seite durch die gerechtenForderungen einer Armenbehörde bedrängt zu werden.
*) M>iler in München.