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2 (1855) (1855)
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Liebe und Gute von dem lieben Gott erflehen möge für Dichund alle die Deinigen.

So Du das neueste Werk des Pater Veith noch nicht hast,macht es mir eine herzliche Freude, es anbei in Deine Händeals einen kleinen Beweis jener aufrichtigen Liebe und Dankbarkeitzu legen, welche ich bis ins Grab für Dich hegen werde.

Dein treuer Bruder

Clemens.

An eine jüngere Freundin.

Frankfurt ii. M. den 27. Nauemkrr MO.

Ich habe unlängst einen Brief von Dir empfangen, eheDu nach W. reistest, mancherlei Beschäftigung, einige Leidenund Mangel an dienlichem Schreibestoff schoben die Antwortaus dem Zeitbezirk, in dem allein eine Antwort geboren wird,darum kam sie nicht zur Welt. Du hast Nichts dabei verloren.Ich habe Dir einst in solchem Maße zu viel geschrieben, daß ichmit dem Überflüsse noch, außer meinen eignen, aller Deinerübrigen Correspondenten Schulden decken könnte.

Ich war bisher immer in Frankfurt, im elterlichen Hausewohnend, mit meinen Arbeiten beschäftigt, im Sommer einigeWochen in Koblenz bei Diez, und habe A. ihr Kapellchen inihrem Bettelkränzchen ausstaffirt und den Boppardern ihrenKapellenaltar mit den vergoldeten heiligen Jungfrauen, die Dukennst, aufgeschmückt. Dort kamen Schlosser und Frau hin undwaren mit mir in Bonn, und dann wohl noch sechs Tage inBoppard; die lieben Leute seelenvergnügt, sie hatten so guteLeute nicht gekannt.